
Die Njegoševa ist eine der Gassen innerhalb der ummauerten Stadt von Budva, die Umgebung hier ist also das alte Viertel selbst: ein kompaktes Raster von Steinstraßen auf einer kleinen Halbinsel, nach dem Erdbeben von 1979 sorgfältig wiederaufgebaut und für Autos gesperrt. Der Rhythmus innerhalb der Mauern unterscheidet sich vom Rest der Stadt. Der frühe Morgen gehört den Lieferkarren und den Bewohnern; gegen elf füllen sich die Plätze; nach Mitternacht leeren sich die Gassen wieder, und das Lauteste ist das Meer an den Wehrmauern der Seeseite.
Wenige Gehminuten entfernt liegen die Kirche Sveti Ivan mit ihrem Glockenturm, Santa Maria in Punta an der Spitze der Halbinsel und die Citadela, deren Terrasse und alte Bibliothek nach Süden über das Wasser zur Insel Sveti Nikola blicken. Das archäologische Museum bewahrt griechisches und römisches Material von diesem Ort, der seit mehr als zweieinhalbtausend Jahren besiedelt ist. Vor dem Haupttor beginnt die Marina-Promenade, und in der anderen Richtung liegt der Strand Ričardova glava unmittelbar unter den Mauern, von dessen anderem Ende der Klippenweg zu den Mogren-Buchten weiterführt. Die Restaurants innerhalb der Mauern sind nach Lage bepreist; fünf Gehminuten hinaus senken die Rechnung spürbar.
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