
Pržno ist ein Fischerdorf, das nie ganz zum Ferienort geworden ist. Eine kleine Kieselbucht, ein Steinkai mit hochgezogenen Booten und eine Reihe von Familienrestaurants, die noch immer kochen, was am Morgen hereinkam: Das ganze Dorf durchquert man in etwa fünf Minuten. Budva liegt sieben Kilometer nördlich, der Flughafen Tivat rund eine halbe Stunde Fahrt entfernt, und die umliegenden Hügel halten das Dorf aus dem schlimmsten Sommerverkehr heraus.
Was zu beiden Seiten liegt, ist der Grund, hier zu sein. Ein schattiger Pfad durch die Pinien führt südwärts nach Miločer, dem einstigen königlichen Sommeranwesen, und weiter zur Kraljičina plaža, dem Königinnenstrand, mit dem befestigten Inselchen Sveti Stefan gleich dahinter. Über dem Dorf steht seit dem fünfzehnten Jahrhundert das Kloster Praskvica zwischen Zypressen und Oliven, mit einem Blick die Küste hinunter, der den Aufstieg lohnt. Nördlich führen die Buchten von Kamenovo und Rafailovići zurück Richtung Bečići. Geschwommen wird hier von Fels und Kies in klares, tiefes Wasser, und zum Abendessen gibt es fast immer Fisch.
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