
Žabljak liegt auf rund 1.450 Metern und ist die höchstgelegene Stadt des Balkans. Im Viertel um den Busbahnhof wirkt sie am ehesten wie eine echte Bergsiedlung und nicht wie ein Ferienort: Holzhäuser, gestapeltes Brennholz und ein kleiner Markt, auf dem je nach Monat Käse, Kartoffeln, Honig und Waldfrüchte verkauft werden. Nach zweihundert Metern ist man im Zentrum und damit bei allem, was dazugehört — Bäckerei, Apotheke, Skiverleih, Touristenbüro und die Restaurants entlang der Hauptstraße.
Gleich dahinter beginnt der Berg. Der Hang von Javorovača liegt am Ortsrand und eignet sich für Anfänger und ein paar Schwünge am späten Nachmittag, die längeren Abfahrten von Savin Kuk sind zwei Kilometer entfernt, und ebenso weit in die Gegenrichtung liegt Crno jezero, dessen Waldrunde niemand auslässt. Dahinter führen markierte Wege hinauf ins Durmitor-Massiv mit seinen achtzehn Gletscherseen. Der Sommer bringt Rafting auf der Tara, Jeeptouren auf der Ringstraße um das Massiv und Canyoning im Nevidio; im Winter schrumpft der Ort auf schneegesäumte Straßen und lange Abendessen mit Kačamak, Wurst und Honig-Rakija zusammen. Am ruhigsten sind Frühling und Spätherbst — und für Wanderungen über die tiefer gelegenen Weiden zwischen den Katuns vermutlich auch am schönsten.
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