Wenige hundert Meter vom Ortszentrum entfernt liegt Čudna šuma, der seltsame Wald – ein Nadelholzbestand, den Wind und Schnee so verdreht und verkrüppelt haben, dass die Formen fast absichtsvoll wirken. Das ist der Nachmittagsspaziergang der Einheimischen: eben, unkompliziert, fünf Minuten von den letzten Geschäften entfernt und im Winter von Loipen durchzogen. Ringsum breitet sich die Hochebene auf etwa 1.450 Metern aus, im Westen schließt der Kamm des Durmitor den Horizont, und in dieselbe Richtung verlässt die Straße zum Crno jezero den Ort.
Nach Norden fällt das Gelände in den Tara-Canyon ab, rund 1.300 Meter tief und der längste Europas, überspannt von den Steinbögen der Brücke von Đurđevića Tara – eine halbe Autostunde, auf der Aussichtspunkte, eine Zipline über die Schlucht und die im Frühjahr und Sommer genutzten Rafting-Einstiege liegen. Im Ort selbst hat man alles in Gehweite: Supermärkte, Bäckereien, Grilllokale mit Lamm und Kačamak sowie die Agenturen, die Jeeptouren in den Nationalpark verkaufen. Die Höhenlage sorgt selbst im August für kühle Nächte, und ein klarer Morgen hat hier ein Licht, das es an der Küste schlicht nicht gibt.
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