
Herceg Novi ist an einen Hang gebaut, und Adressen oberhalb der Küstenstraße, dort wo Topla in Igalo übergeht, tauschen ein paar Gehminuten gegen die Aussicht. Die Terrassen blicken hier geradewegs die Bucht hinunter zu ihrer Einfahrt, und die Treppengassen zwischen den Häusern sind der Grund, warum die Stadt als Ort der tausend Stufen gilt. Die Busse der Adria-Magistrale halten ganz in der Nähe, was Kotor, Tivat und die kroatische Grenze auch ohne Auto unkompliziert macht.
Unten zieht sich das Ufer als durchgehend begehbare Wasserfront hin: die Promenade Pet Danica, ein Band aus Stein und Beton, das Igalos flache Strände mit der Altstadt und weiter mit Meljine verbindet. Gebadet wird eher von Buchten und Badeleitern aus als von langen Stränden, und die Einheimischen gehen von Frühjahr bis Spätherbst ins Wasser – dank eines Mikroklimas, das mild genug für Zitronenbäume und Palmen ist. Igalos Kurinstitut und seine Heilerde liegen einen kurzen Spaziergang westlich; in der anderen Richtung hält der alte Kern die Kanli Kula bereit, eine osmanische Festung, die heute als sommerliche Freilichtbühne dient, und den Grünmarkt, auf dem am frühen Morgen Feigen, Pršut und Bergkäse auftauchen.
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