
Savina ist die östliche Schulter von Herceg Novi, die ruhigere Seite, an der die Stadt in Villen, Zypressen und Pinien ausdünnt, bevor sie Meljine erreicht. Sein Wahrzeichen ist das Kloster, das dem Viertel den Namen gibt: eine ummauerte Anlage an einem bewaldeten Hang über dem Meer, mit einer kleinen mittelalterlichen Kirche, einer weit größeren aus dem 18. Jahrhundert und einem Friedhof schiefer Steine unter alten Zypressen. Von der Uferstraße ist es ein kurzer Anstieg, am schönsten früh, wenn die Glocken über das Wasser tragen und der Blick von der Terrasse die Bucht hinunterführt.
Unterhalb des Klosters ist die Küste ganz Promenade. Der Weg Pet Danica führt an einer Kette kleiner Strände, Badeplattformen und Konobas vorbei, deren Speisekarten sich um Fisch und Muscheln drehen, und erreicht die Altstadt in etwa zehn Minuten zu Fuß – durch das Tor der Sahat Kula zum Platz Belavista und zu den Festungen darüber. Savina behält dabei sein eigenes Tempo: Schatten der Pinien, Wasser, in dem man bis in den Oktober schwimmen kann, und Abende, an denen das Lauteste ein Abendessen ist, das jemand auf den Gartentisch trägt.
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