
Der Straßenname Norveška verweist auf einen der überraschenderen Fäden in Igalos Geschichte: die lange Verbindung zwischen diesem kleinen Ort und skandinavischen Rehabilitationspatienten, die seit Jahrzehnten in organisierten Gruppen zum hiesigen Institut reisen. Auch deshalb leert sich das Zentrum von Igalo im Oktober nicht. Die Cafés, Bäckereien, Souvenirläden und Reisebüros in diesen Straßen arbeiten eine Saison über zwölf Monate, und in den stillen Monaten hört man ebenso viel Norwegisch und Deutsch wie im August Serbisch.
Alles liegt dicht beieinander. Meer und Uferweg sind ein kurzer Bummel, das Institut mit Schlamm, Thermalbecken und Thalassotherapie ist Nachbar, und der Busbahnhof verbindet die Küste entlang in einer Viertelstunde mit Herceg Novi, wo sich die Altstadt hinter Forte Mare in Plätzen und Treppen auftürmt. Die Agenturen der Gegend verkaufen die üblichen und wirklich guten Tagestouren: Kotor und Perast um die Bucht, Ostrog, den Skadarsee, Rafting auf der Tara und Bootsfahrten zur Blauen Grotte. Der Februar bringt das Mimosenfest mit seinen Umzügen; Juli und August bringen Open-Air-Konzerte und eine Promenade, auf der bis weit nach Mitternacht Betrieb herrscht.
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