
Das westliche Ende von Perasts Uferfront ist ihre stillere Hälfte, und sie liest sich wie ein Katalog des guten Jahrhunderts der Stadt. Die Paläste hier entstanden im 17. und 18. Jahrhundert, als Perasts Kapitäne venezianische Fracht fuhren und die Stadt in kazade organisiert war, die klanbasierten Kompanien, die ihre Schiffe bemannten und die Pflichten der Verteidigung untereinander aufteilten. Familienwappen, datierte Türstürze und Aussichtsgalerien auf den Dächern sind noch an den Fassaden zu sehen, und das ganze Ensemble ist als Teil des UNESCO-Erbes der Bucht geschützt.
Von hier sind es zwei Minuten zu Fuß zum Platz und zum Glockenturm von St. Nikolaus und ungefähr ebenso lange zum Kai, von dem die Boote zur Gospa od Škrpjela ablegen. Dazwischen gibt es wenig zu tun außer von den Steinplattformen zu schwimmen, Kirchen anzusehen und langsam zu essen – was ziemlich genau der Sinn der Sache ist. Im Palast Bujović ist das Stadtmuseum untergebracht, mit Schiffsmodellen, Porträts und Waffen aus den Seefahrerjahren. Über den Dächern steigen Treppengassen in die Oliventerrassen an der Flanke des Sveti Ilija, und die Bucht darunter bleibt so flach und klar, dass man den Grund noch weit draußen sieht.
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