
Die Obala Kapetana Marka Martinovića ist Perasts einzige richtige Straße – eine steinerne Uferpromenade, benannt nach dem Kapitän, der die Offiziere Peters des Großen in Navigation unterrichtete, was recht gut zusammenfasst, was diese Stadt einmal war. Sie verläuft eben am Wasser entlang, weniger als einen Kilometer lang, ohne Durchgangsverkehr, mit Palästen auf der Landseite und Terrassen auf der Wasserseite, die meisten davon so nah am Rand, dass bei Südwind die Gischt bis an die Tische reicht.
Das Leben hier ist gemächlich und dreht sich weitgehend ums Wasser. Gebadet wird von Betonplattformen und kleinen Steinstränden statt vom Sand, das Wasser ist tief und kühl, wo Quellen die Bucht speisen, und am späten Nachmittag kommt das Licht so vom gegenüberliegenden Ufer zurück, dass die Leute bis zum Dunkelwerden auf der Promenade bleiben. Die Küchen halten sich an das, was die Bucht hergibt: Muscheln und Austern aus Zuchten wenige Kilometer die Küste hinauf, ganze Fische vom Grill, Olivenöl von den Hängen. Boote fahren den ganzen Tag zur Gospa od Škrpjela, und das Stadtmuseum im Palast Bujović, die Kirchen und der Aufstieg auf den Glockenturm füllen die Stunden zwischen den Bädern.
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