
Krašići zieht sich am Südufer der Bucht von Tivat entlang, auf der Luštica-Seite, wo die Küste noch immer eher aus Oliventerrassen, Steinhäusern und kleinen privaten Stegen besteht als aus Hotels. Die Bucht liegt hier geschützt und erwärmt sich früh im Jahr; deshalb sind die Dörfer an diesem Ufer — Krašići, Đuraševići, Radovići — seit jeher die Badeorte der Familien aus Tivat und Kotor. Boote zählen mehr als Straßen: Die Insel Sveti Marko und das Kapelleneiland Gospa od Milosrđa liegen mit einem Außenborder rasch in Reichweite, und das Wasser dazwischen ist an den meisten Vormittagen ruhig genug zum Paddeln.
Die Marina von Porto Montenegro mit ihren Geschäften und Uferrestaurants erreicht man mit dem Boot quer über die Bucht oder auf der Straße außen herum, und der Flughafen Tivat liegt nah genug, um Anreisetage unkompliziert zu machen. Kotors ummauerte Altstadt und die Serpentinen hinauf nach Njeguši sind eine halbe Autostunde entfernt, die Strände von Budva etwa doppelt so weit. Auf der Halbinsel selbst führt die Straße weiter durch Olivenhaine Richtung Rose und zur offenen Adria, vorbei an einigen Konobas, in denen auf den Tisch kommt, was die Boote gebracht haben — gegrillter Fisch, Buzara, selbst gepresstes Öl und zum Abschluss ein Rakija. Die Winter sind mild und sehr still: Die Bucht liegt spiegelglatt da, und die Dörfer dösen bis zum Frühjahr vor sich hin.
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