
Sveti Stasije bezeichnet die Mitte von Dobrota und ist nach der Pfarrkirche des heiligen Eustachius benannt, die direkt an der Uferlinie steht — ein Bau des 18. Jahrhunderts, dessen Glockenturm zu den Landmarken gehört, nach denen man vom Wasser aus steuert. Dieser Teil der Bucht ist ganz Uferzone: Häuser mit eigenen Stufen ins Meer, dahinter eine schmale Straße und darüber die graue Kalksteinwand des Berges. Die zum Meer gerichteten Terrassen blicken die Boka hinunter Richtung Perast und den Inselchen, und das Licht geht früh, weil der Grat die Sonne lange vor Sonnenuntergang abschneidet.
Dobrotas Wohlstand kam aus der Schifffahrt. Im 18. und 19. Jahrhundert fuhren die Kapitäne des Dorfes die Barken der Boka auf Routen rund um die Welt, und das Geld kam als Steinhäuser, Familienkapellen und die noch heute im Kai verankerten Vertäuringe nach Hause. An diesem Ufer lassen sich Boote mieten — zu den Inselchen vor Perast, zur Blauen Grotte jenseits der Buchtmündung oder einfach, um dort zu schwimmen, wo sonst niemand ist. Kotors Altstadt ist wenige Autominuten oder ein ebener Spaziergang die Küstenstraße hinunter entfernt, und die Austern- und Muschelbänke weiter nördlich versorgen die Konobas hier.
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