
Die Kriva ulica gehört zum alltäglichen Kotor, durch das die meisten Besucher einfach hindurchgehen: ein Wohnviertel mit kleinen Läden, unter Feigenbäumen geparkten Autos und Steintreppen zwischen den Häusern, wenige Gehminuten von den mittelalterlichen Mauern entfernt. Niemand hier muss zweimal am Tag das Parkproblem lösen, und der gesamte alte Kern ist in Minuten zu Fuß erreichbar, was den Umgang mit der Stadt verändert. Man kann mittags für den Schatten zurückkehren und abends wiederkommen, wenn sich die Gassen erneut füllen.
Die Altstadt belohnt langsames, zielloses Schlendern mehr als eine Checkliste. Fast vier Jahrhunderte venezianischer Herrschaft hinterließen gemeißelte Portale, geflügelte Löwen und Familienwappen an Gebäuden, in denen noch immer gewohnt wird. Die Kathedrale des heiligen Tryphon steht seit 1166 und überstand die Erdbeben, die vieles ringsum einebneten; die kleinere Lukaskirche von 1195 behielt jahrhundertelang sowohl einen katholischen als auch einen orthodoxen Altar. Im Palast Grgurina zeigt das Schifffahrtsmuseum, wie eine Stadt dieser Größe eine der ernst zu nehmenden Handelsflotten der Adria aufbaute. Dazwischen öffnen sich die Gassen unvermittelt auf Plätze, die kaum größer sind als ein Zimmer.
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!
Sie werden zu unserem Hotelsuche-Partner weitergeleitet, um Preise zu vergleichen