
Das Zentrum von Stoliv besteht aus einer Kirche, einer Gruppe von Steinhäusern und einer Verbreiterung der Küstenstraße – womit über das Tempo hier schon fast alles gesagt ist. Das Dorf schaut nach Osten über das Wasser hinüber nach Perast, die Sonne kommt also früh und lässt die Terrassen am späten Nachmittag im Schatten liegen, ein echter Vorteil im Juli, wenn die Bucht die Hitze hält wie eine Pfanne. Hinter den Häusern steigt das Gelände fast senkrecht an: Der Kamm des Vrmac ist eine grüne Wand, und die alten Pfade, die ihn hinaufführen, bleiben selbst mittags kühl.
Kotor liegt rund sieben Kilometer am Ufer entlang und ist für die meisten überhaupt der Grund, sich in der Bucht einzuquartieren: die besterhaltene mittelalterliche Stadt der östlichen Adria, UNESCO-Welterbe aus engen Gassen, kleinen Plätzen, Kirchen und einer Stadtmauer, die sich im Zickzack die Felswand hinauf zu einer Festung hoch über dem Wasser zieht. Kommen Sie früh oder spät; die Mitte des Tages gehört den Kreuzfahrtgästen. Näher liegt die Uferstraße, eine flache, leichte Radstrecke Richtung Prčanj; gebadet wird direkt von den Felsen, und die Konobas zwischen hier und Kotor servieren die Spezialitäten der Bucht – Miesmuscheln und Austern, die im flachen Wasser am Ende des Fjords gezüchtet werden.
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