
Dieser Abschnitt Toplas trägt mehr Geschichte, als seine niedrigen Gartenmauern vermuten lassen. Unmittelbar daneben steht der alte Bischofssitz, den man hier Njegoš' Schule nennt, ein denkmalgeschütztes Gebäude aus der Zeit, als Topla eine Siedlung von Kapitänen und Geistlichen war und kein Vorort. Nach diesem Muster wuchs das Viertel am Ufer entlang – Steinhäuser, Gärten mit Feigen und Oleander und eine Uferlinie wenige Meter vor dem Gartentor, heute von der Promenade Pet Danica nachgezeichnet.
Die praktische Geografie ist großzügig: in der einen Richtung das Zentrum von Herceg Novi, in der anderen Igalo, beides ein paar hundert Meter entfernt, dazwischen Tennisplätze, Strände und Cafés. Igalo ist der Grund, weshalb viele Gäste außerhalb des Sommers kommen – das Institut Dr Simo Milošević behandelt mit heimischer Peloid-Heilerde und Mineralwasser, und seine Programme füllen die Nebensaison der Stadt. Dazu passt ein Klima, das durch Herbst und Winter mild genug für Kaffee im Freien und lange Promenadenspaziergänge bleibt und im Februar, wenn das Mimosenfest übernimmt, geradezu theatralisch wird. Im Frühling blühen in denselben Gärten Glyzinien und Zitrusbäume, und das Meer ist von Mai bis weit in den Herbst warm genug zum Schwimmen.
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