Der Stadtstrand von Sutomore ist der Grund, warum der Ort in seiner heutigen Form existiert: über einen Kilometer grobkörniger Sand, der sich um eine flache Bucht schwingt und so sanft abfällt, dass Familien mit kleinen Kindern kaum aufpassen müssen. Es ist ein durch und durch einheimischer Strand – Montenegriner aus Podgorica machen hier seit Generationen Urlaub –, was Strandbars, Mietschirme, im August einiges an Lärm und Preise deutlich unter denen von Budva bedeutet. Ein paar hundert Meter vom Wasser zurück, am ruhigeren Hang dahinter, fällt dieser Lärm fast vollständig ab.
Das Wahrzeichen über dem Ort ist Haj-Nehaj, eine Festungsruine auf einem Felssporn, um die sich Venezianer und Osmanen abwechselnd stritten. Der Weg hinauf ist steil und schattenlos, lohnt sich aber am frühen Morgen oder am Abend für den Blick die Küste entlang nach Bar. Bar selbst liegt zehn Minuten südlich, mit der Fährlinie nach Italien und darüber Stari Bar – eine verlassene osmanisch-venezianische Stadt am Fuß der Rumija und einer der lohnendsten halben Tage an dieser Küste. Nach Norden bilden Petrovac und seine zwei kleinen Strände den bequemeren Ausflug. Sutomore liegt außerdem an der Bahnstrecke Belgrad–Bar, weshalb sich der Ort jeden Juli mit Gästen füllt, die ohne Auto angereist sind und es kein bisschen vermissen.
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