
Nur wenige Küstenorte Montenegros lassen sich so mühelos ohne Auto nutzen wie Sutomore. Busbahnhof und Bahnhaltepunkt sind von diesem Teil des Ortes aus nur ein kurzer Weg, die Supermärkte liegen um die Ecke und der Strand fünf Gehminuten entfernt – deshalb zieht der Ort seit jeher Gäste an, die mit dem Zug aus Belgrad oder Podgorica kommen und dann schlicht zwei Wochen bleiben.
Als Standquartier genutzt, bietet er ungewöhnlich gute Tagesausflüge. Der Skadarsee, der größte See des Balkans und ein Feuchtgebiet voller Pelikane, Seerosen und halb verborgener Klöster, liegt keine Stunde landeinwärts; die Bootstouren starten in Virpazar. Stari Bar, die Ruinenstadt der Osmanen und Venezianer unterhalb der Rumija, liegt zwanzig Minuten südlich und will ein paar Stunden lang in Ruhe durchstreift werden; der alte Olivenbaum im nahen Mirovica soll über zweitausend Jahre alt sein. Noch näher zieht sich der Sandstrand von Sutomore über die ganze Bucht, dahinter Cafés und Schirmverleih, und die kleinen Buchten Richtung Ratac bieten eine Ausweichmöglichkeit, wenn der Hauptstrand voll wird. Die Abende sind hier einfach: ein Spaziergang an der Uferzeile, gegrillter Fisch oder ein Teller Ćevapi und Preise, die aus Budva Anreisende überraschen.
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