
Trebesin liegt in den Hügeln hinter Herceg Novi, ein paar Kilometer die Straße hinauf, die nach Trebinje und zur herzegowinischen Grenze führt. Der Wandel auf dieser kurzen Strecke ist beträchtlich: Eichen- und Steineichenwälder, steinerne Feldmauern, Gärten mit Kohl und Reben und im August eine Luft, die mehrere Grad kühler ist als unten an der Küste. Von den Lichtungen aus öffnet sich die Bucht in der Tiefe, die Stadt am Wasser aufgereiht und die Halbinsel Luštica als Abschluss des Horizonts.
Das ist die produzierende Seite der Region, nicht die touristische. Die Haushalte in den Dörfern machen noch immer ihren eigenen Wein und Rakija, pökeln Pršut und Pancetta, pressen Olivenöl und lagern Käse in Öl oder im Fell, und eine Dorfkonoba hier oben arbeitet nach Absprache statt nach Speisekarte. Hinter den Häusern steigt das Gelände weiter zum Orjen-Massiv an, dessen Gipfel bis ins Frühjahr Schnee halten – Wanderland mit markierten Wegen und alten Hirtenpfaden durch Karst und Buchenwald. Die Strände und die Promenade Pet Danica sind zehn Autominuten bergab, das Meer bleibt also Teil des Tages; man fährt am Abend nur wieder hinauf ins Grünere und Stillere.
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