
Baošići liegt am Südufer der äußeren Bucht von Kotor, ein Glied in einer Kette kleiner Dörfer am Wasser — Đenovići auf der einen, Bijela auf der anderen Seite — aufgereiht entlang eines Uferwegs, der über mehrere Kilometer ohne nennenswerte Steigung verläuft. Dieser Weg ist der Mittelpunkt des örtlichen Lebens. Man schwimmt vor den Kies- und Betonstränden direkt vor dem eigenen Haus, geht morgens ins Café und kehrt am Abend zurück, wenn das Wasser spiegelglatt wird und drüben am anderen Ufer die Lichter angehen. Das ist ein Wohnküstenstreifen und keine Hotelmeile, und genau das macht seinen Charakter aus.
Weil die Bucht hier geschlossen ist, bleibt das Meer ruhig und erwärmt sich früh in der Saison, und Boote zählen mehr als Autos. An diesem Ufer arbeiten Tauch- und Segelclubs, und Ausflugsboote fahren westwärts nach Herceg Novi und tiefer in die Bucht hinein an Perast vorbei, wo die aufgeschüttete Insel Gospa od Škrpjela, Maria vom Felsen, vor der Küste liegt. Die Uferpromenade Pet Danica in Herceg Novi, die treppenreiche Altstadt und die Festung Kanli Kula sind in der einen Richtung eine kurze Fahrt entfernt, Kotors Stadtmauern und der Vrmac-Rücken in der anderen. Die Küchen am Wasser halten sich ans Naheliegende und machen es gut: gegrillter Fisch, Muscheln aus der Bucht, einheimischer Wein.
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