
Direkt am Wasser in Lepetane gelegen, ist dies eines jener Dörfer der Boka, die im Wortsinn vom Meer lebten: Seine Männer fuhren auf den Handelsflotten, die die Bucht einst reich machten, und die hohen Steinhäuser am Ufer wurden mit diesem Geld gebaut. Der Ort ist klein genug, um ihn in zehn Minuten zu durchqueren: eine Kapelle, ein Laden, eine Bushaltestelle, Boote in ummauerten Mandraći und eine Uferlinie aus betonierten Badeplattformen, an denen das Meer tief, kühl und sehr klar ist.
Die kostenlose Fähre nach Kamenari verkehrt Tag und Nacht vom Dorf aus und ist die einheimische Abkürzung: in fünf Minuten hinüber, und auf der anderen Seite stehen Herceg Novi, Igalo und die äußere Bucht offen. Bleibt man stattdessen an diesem Ufer, führt die Straße nach Süden an Donja Lastva vorbei nach Tivat, wo Markt, die Promenade von Porto Montenegro und der Flughafen allesamt in zehn Fahrminuten liegen; nordwärts biegt die Küste Richtung Kotor, zwölf Kilometer entfernt über Prčanj und Muo. An beiden Ufern drängen sich Restaurants um die Fähranleger, und die stehende Bestellung der Einheimischen lautet frischer Fisch vom Grill mit Mangold und eine Karaffe Vranac.
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