
Dobrota zieht sich nördlich von Kotor als ein einziges langes Band aus Steinhäusern, Gartenmauern und kleinen Privatstegen am Wasser entlang, und der Abschnitt rund um die Kirche St. Matthäus gehört zu seinen ruhigeren Kapiteln. St. Matthäus ist eine der beiden großen Pfarrkirchen, die Dobrotas Seekapitäne mit den Gewinnen ihrer Handelsfahrten ausstatteten, und die Häuser in der Nähe tragen noch immer gemeißelte Balkone und die Wappen von Familien, denen einst ganze Flotten gehörten. Mit dem Wasser fünfzig Meter vor der Tür beginnen die Morgen an einer flachen, glasigen Bucht; gebadet wird von Betonplattformen und Leitern statt vom Sand, was das Wasser bis weit in den September tief und klar hält.
Die Uferstraße ist zugleich die Promenade des Viertels, und die Einheimischen gehen sie in der Dämmerung von einem Ende zum anderen. Folgt man ihr nach Süden, erreicht man Kotors Altstadt zu Fuß, vorbei an Konobas am Wasser, die Miesmuscheln in buzara servieren und was auch immer am Morgen von den Booten kam. Hinter den Mauern füllen die Kathedrale des heiligen Tryphon, das Schifffahrtsmuseum und der steile Aufstieg zur Festung San Giovanni mühelos einen Tag, und die Kreuzfahrtmassen verlaufen sich am frühen Abend, sodass die Plätze den Bewohnern gehören. Vom Stadtkai fahren Boote nach Perast und zu Maria vom Felsen, und die Straße um die Bucht erreicht den Flughafen Tivat in deutlich unter einer halben Stunde.
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