
Rafailovići liegt am Südende der Bucht von Bečići, dort wo der Sand endet und die Küste felsig wird. Es war ein Fischerdorf, bevor es irgendetwas anderes war, und seine Form zeigt das noch immer: dicht an den Hang gestapelte Häuser, ein kurzer Uferstreifen, an dem Boote festmachen, und eine Reihe von Konobas, deren Terrassen dem Meer so nah sind, dass bei Böen die Gischt bis an die Tische reicht. Das Abendessen ist hier die Hauptsache — Wolfsbarsch und Dorade vom Grill, Oktopus unter der Peka, schwarzes Risotto, Muscheln in Buzara — und der Fisch wird vor Ort angelandet statt herangefahren.
Zu Fuß bewegt man sich hier am natürlichsten. Ein gepflasterter Uferweg verbindet das Dorf mit Bečići und führt weiter nach Budva, rund vierzig Minuten zu Fuß am gesamten Sandbogen entlang, mit der Altstadt samt Zitadelle und Steinplattengassen am Ende. Südwärts erreicht ein kurzer Anstieg über die Landzunge Kamenovo, eine Kieselbucht mit klarerem Wasser und jüngerem Publikum, und dahinter Pržno und die befestigte Insel Sveti Stefan. Vom Ufer in Rafailovići fahren den Sommer über kleine Boote zu Stränden entlang der Riviera und zur vorgelagerten Insel Sveti Nikola. Der Flughafen Tivat liegt rund zwanzig Minuten nördlich, Podgorica gut eine Stunde landeinwärts.
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