Meljine ist eine kleine Bucht ein paar Kilometer östlich der Altstadt von Herceg Novi, eingebettet dort, wo die Küstenlinie knickt und das Wasser glatt wird. Das Šetalište Pet Danica verläuft direkt an der Front und trennt die Häuser von ihren Badeplätzen, und genau diese Promenade macht die Adresse aus: Sie führt kilometerweit in beide Richtungen weiter, ohne dass eine Straße zu queren wäre, nach Westen an Savina und Topla vorbei, nach Osten nach Zelenika, und sie ist belebt von den Frühschwimmern bis zum Publikum nach dem Abendessen, im Juli bis weit nach Mitternacht.
Der Ort selbst ist bescheiden: ein paar Cafés, ein Laden, der lange weiße Bau des alten Marinelazaretts, den die Österreicher-Ungarn hinterließen, und Boote, überall dort an Land gezogen, wo Platz ist. Weil dieser Winkel der Bucht geschützt liegt, bleibt das Meer warm und spiegelglatt, was Kindern entgegenkommt und allen, die lieber schwimmen als in der Sonne liegen. Für Besichtigungen geht man zu Fuß oder nimmt den Linienbus nach Westen nach Herceg Novi, zu den Festungen, dem Markt und den Treppengassen, oder fährt nach Osten zur Fähre in Kamenari über die Meerenge, hinter der sich die innere Bucht Richtung Perast und Kotor öffnet.
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