
Fast jeder verbringt seine erste Minute in Kotor auf diesem Platz. Man kommt vom Kai durch das Seetor, und der Raum öffnet sich — der Uhrturm, der alte Schandpfahl, Cafétische, die sich über den abgetretenen Marmor ausbreiten —, bevor sich die Gassen dahinter schließen. Am Waffenplatz zu wohnen bedeutet, dass man nie wirklich eine Route plant: Kathedrale, Schifffahrtsmuseum und ein halbes Dutzend kleinerer Plätze liegen alle drei oder vier Minuten durch die Gassen entfernt.
Gleich vor dem Tor liegt der Teil von Kotor, der den Bewohnern gehört. Die Markthalle verkauft jeden Morgen geräucherten Schinken, Schafskäse, Olivenöl und Feigen, und der Kai dahinter schickt Boote nach Perast, zu Maria vom Felsen und zur Blauen Grotte draußen Richtung offenes Meer. Der Busbahnhof ist zehn Gehminuten entfernt, mit Verbindungen nach Budva, Cetinje und Podgorica, und der Flughafen Tivat rund zwanzig Minuten mit dem Auto. Kotors Kalender lohnt einen Blick vor der Buchung: Das Fest des heiligen Tryphon Anfang Februar bringt die Marine von Boka in Tracht auf die Straße, und im Sommer füllen Konzerte die Plätze, die weit über Mitternacht hinausgehen.
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