
Igalo funktioniert als Stützpunkt, weil es klein, flach und nah an allem ist. Der Ort besetzt den flachen westlichen Winkel der Bucht von Kotor, wo die Küste beinahe eben verläuft, statt in einer Steilwand abzufallen; Läden, Strände, Markt und Bushaltestelle sind daher von den meisten Adressen aus bequem zu Fuß erreichbar. Busse auf der Küstenstraße brauchen etwa eine Viertelstunde bis Herceg Novi, und die Uferpromenade legt dieselbe Strecke in ein bis zwei Stunden ebenen Gehens zurück, vorbei an Badeplattformen, Pinienschatten und Caféterrassen.
Das Meer ist hier das ruhigste der montenegrinischen Küste, geschützt durch die Buchteinfahrt und ufernah flach genug, um ab Ende Mai warm zu sein. Dieselbe Geologie bringt den Heilschlamm hervor, den das Rehabilitationsinstitut seit den 1950er-Jahren nutzt – der Grund, warum der Ort auch außerhalb des Sommers wach bleibt. Jenseits von Igalo sind alle Wege kurz: die Altstadt von Herceg Novi und ihre Festungen im Osten, ruhigere Buchten um Njivice im Westen, das grüne Tal der Sutorina im Landesinneren und Bootstouren von den Kais hinaus zur Mamula, nach Žanjic und zur Blauen Grotte an der Buchteinfahrt.
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