
Ein Familienhaus mit Innenhof in Dobrota bringt seinen eigenen Rhythmus mit: Feigen und Granatäpfel über der Mauer, Oleander am Weg, Wäsche, die sich in der Nachmittagsbrise bewegt, und das Meer fünfzig Meter entfernt am Fuß der Treppe. Das ist ein Wohndorf und keine Ferienmeile. Rund anderthalb Kilometer Uferstraße trennen es von Kotors Altstadt, und der Weg hinein gehört zu den Freuden eines Aufenthalts hier, vorbei an Kapitänshäusern, winzigen Kapellen und den Steinstegen, an denen Familien noch immer ihre Boote halten.
Geschwommen wird von Betonplattformen und kurzen Kieselnischen aus, das Wasser tief genug, um die Saison über sauber und kühl zu bleiben. Die Konobas im Viertel servieren, was die Bucht hergibt — Miesmuscheln von den Leinen bei Ljuta, gegrillten Fisch, Schinken aus Njeguši oben auf dem Plateau —, und die Preise sind milder als innerhalb der Mauern. Von Kotors Kai legen Ausflugsboote nach Perast und zu den Inselkirchen ab; von den Stadttoren führen mehr als tausend Stufen hinauf zur Festung. Abends wird die Bucht meist spiegelglatt, und das ganze Dorf geht bis spät seine eigene Uferpromenade ab.
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