
Die Küste zwischen Bar und Ulcinj fühlt sich anders an als der Rest des montenegrinischen Ufers — niedriger, heißer, offener, mit Hügeln, die vom Wasser zurücktreten, statt sich daran zu drängen. Veliki Pijesak ist eine der besseren Buchten hier: sauberer Kies, Wasser, das den ganzen Sommer klar bleibt, und genug Platz, um einen ganzen Tag zu verbringen, ohne einen Platz suchen zu müssen. Der Ort hat einen arbeitenden Rhythmus, mit einer Handvoll Strandküchen, Booten am Rand des Ufers und Olivenhängen, die unmittelbar hinter den Häusern ansteigen.
Je weiter man nach Süden kommt, desto wilder wird die Landschaft. Die Altstadt von Ulcinj sitzt auf einem Felsen über dem Meer, die osmanischen und venezianischen Schichten sind in ihren Mauern noch lesbar, und dahinter zieht sich die Velika Plaža kilometerweit mit feinem Sand, auf dem Kitesurfer den Nachmittagswind nutzen. Die alte Salina dahinter ist eines der wichtigsten Vogelgebiete der Adria und in der Zugzeit ein frühes Aufstehen wert, für Flamingos und Watvögel. Im Norden erledigt Bar alles Praktische — Markt, Jachthafen, Fährhafen —, und die Ruinenstadt Stari Bar am Hang unterhalb des Berges Rumija ist der herausragende Halbtagesausflug der Gegend.
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