
Der Küstenabschnitt zwischen Pržno und Sveti Stefan ist der sorgsamst geschützte der montenegrinischen Riviera, und sein Herzstück ist der Park von Miločer – ein paar Hektar Aleppokiefern, Zypressen, Agaven und mediterranes Gebüsch, in den 1930er-Jahren rund um die Sommerresidenz von Königin Marija Karađorđević gepflanzt. Ein schattiger Uferweg zieht sich hindurch und verbindet die kleinen Buchten, die die Gegend lange vor ihrer Zeit als Ferienort zum königlichen Rückzugsort machten: die Kraljičina plaža, den Strand der Königin, und dahinter den Strand des Königs, beide feiner rötlicher Sand in Buchten, in denen die Kiefern bis ans Wasser reichen.
Die Insel selbst, über einen schmalen Sanddamm mit dem Festland verbunden, begann im 15. Jahrhundert als befestigtes Fischerdorf aus etwa vierzig Steinhäusern. Ihre Gassen, Plätze und kleinen Kirchen haben sich innerhalb der Mauern erhalten, und das macht die Silhouette von der Küstenstraße oberhalb und von den Aussichtspunkten an den Hängen dahinter so unverwechselbar. Landeinwärts steigen Fußwege durch Oliventerrassen zum Kloster Praskvica auf, das lange mit dem Stamm der Paštrovići verbunden war, die diesen Küstenstreifen mit eigener Versammlung und eigenem Recht verwalteten. Budva und seine Altstadt liegen rund zehn Minuten nördlich, Petrovac etwa ebenso weit südlich und der Flughafen Tivat rund vierzig Fahrminuten entfernt.
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