Blizikuće liegt am Hang über der Küste, in jenem Gürtel alter Steinweiler, den die Paštrovići landeinwärts errichteten, wo der Boden zu bearbeiten und das Meer zwar zu sehen, für Angreifer aber außer Reichweite war. Oliventerrassen und Zypressen prägen den Ort bis heute, und der Grund, hier oben statt unten am Wasser zu wohnen, ist die Aussicht: die Riviera von Budva im Norden ausgebreitet, unten die Insel Sveti Stefan und die Sonne, die hinter den Landzungen versinkt. Zudem ist es im Hochsommer ein paar Grad kühler als an den Stränden, und die Abendbrise zieht verlässlich den Hang herauf.
Die Strände sind nah, und jeder hat seinen eigenen Charakter. Crvena Glavica ist eine Kette kleiner Buchten mit rötlichem Sand, über Treppen von der Straße hinunter erreichbar und selbst im August ruhig. Drobni Pijesak, etwas weiter südlich, ist eine einzelne geschützte Bucht mit grobem hellem Sand und Kiefern im Rücken, historisch der Versammlungsplatz, an dem sich die Paštrovići trafen, um Streitfälle zu schlichten. Sveti Stefan und sein Damm liegen etwa einen Kilometer entfernt, Budva rund fünfzehn Autominuten und Petrovac etwa ebenso weit in die andere Richtung. Ein Laden und ein Restaurant sind zu Fuß schnell erreicht – in einem Hangdorf dieser Größe mehr, als man üblicherweise bekommt.
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