
In Rose gibt es so gut wie keinen Verkehr, und diese eine Tatsache prägt jeden Aufenthalt. Die Autos bleiben am Ortsrand stehen, der Rest ist ein gepflasterter Weg am Ufer entlang, vorbei an Steinhäusern, trocknenden Netzen und einem Hafen, der klein genug ist, um die Boote darin zu zählen. Dieser Winkel liegt am ruhigen Ende, dicht an der alten Festung, die einst die Einfahrt zur Bucht bewachte – eine aus einer ganzen Kette österreichisch-ungarischer Anlagen, errichtet zu einer Zeit, als diese schmale Meerenge das am schärfsten überwachte Gewässer der Adria war.
Weil Rose an der äußersten Spitze der Luštica liegt, dort wo sich die Bucht zum Meer öffnet, ist das Wasser merklich klarer und kühler als in den inneren Becken, und gebadet wird von Fels und Kiesel statt von Sand. Der beste Trick des Dorfes ist das Boot: Herceg Novi liegt auf dem Seeweg etwa fünfzehn Minuten entfernt, was einen Abend auf dessen Promenade zur leichten Entscheidung macht und die lange Fahrt um die Halbinsel erspart. Über Land sind es zum Flughafen Tivat rund zweiundzwanzig Kilometer und nach Budva etwa vierzig. Vom Hafen fahren außerdem Boote nach Žanjice und Mirišta, den Stränden auf der Meerseite, und hinaus zur Blauen Grotte, deren Wasser eine Stunde vor und nach Mittag eine kaum glaubliche Farbe annimmt.
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