
Alles an diesem Winkel der Luštica ist davon geprägt, dass, wer ihn hält, die Tür zur Bucht von Kotor hält. Die Österreicher-Ungarn bauten das Fort, das dem Ort seinen Namen gibt; gegenüber liegen die Inselfestung und spätere Gefängnisinsel Mamula und die Batterien über Žanjice, Teile desselben Verteidigungsnetzes. Zehn Minuten in beliebiger Richtung vom Hafen weg, und man stößt auf Geschützstellungen, die von Feigenbäumen und Myrte verschluckt wurden. Ein lohnendes Stück Küste für alle, die Geschichte lieber dort mögen, wo sie liegen geblieben ist, statt in einem Museum aufgeräumt.
Das Dorf selbst ist autofrei, eine Kette von Steinhäusern entlang eines Uferwegs, das Wasser wenige Schritte entfernt und hinter der Landzunge die offene Adria. Bootsfahrten sind hier die gängige Währung: Die Blaue Grotte, eine der größten Meereshöhlen der Boka, ist der Standardausflug, und die Strände Žanjice, Mirišta und Dobreč auf der Meerseite der Halbinsel sind nur über See oder eine lange Piste zu erreichen. Herceg Novi liegt keine drei Seemeilen jenseits der Meerenge, nah genug für eine Fahrt zum Mittagessen; Kotors Altstadt ist auf der Straße rund vierundzwanzig Kilometer entfernt, der Flughafen Tivat zwanzig. Die Abende enden meist an einem Konoba-Tisch bei gegrilltem Fisch und einer Flasche Rotwein.
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