
Das Festlanddorf über dem Damm ist eine ganz andere Welt als die Insel, auf die es blickt. Die Ulica Slobode zieht sich am Hang durch eine Siedlung aus gewöhnlichen Häusern, Gartenmauern, Olivenbäumen und einer Handvoll Läden und Cafés, und fast jede Lücke zwischen den Gebäuden rahmt dieselbe Ansicht: Ziegeldächer auf ihrem Felsen, die schmale Sandlandzunge und Wasser, das im Lauf des Tages die Farbe wechselt. Die Aussichtspunkte am Straßenrand gelten den Einheimischen als Gemeingut, und zum Sonnenuntergang scheint das ganze Dorf nach draußen zu strömen.
Unterhalb des Dorfes erledigen die beiden Strände zu beiden Seiten des Damms die Alltagsarbeit: rosa getönter Kies, klares Wasser, Liegen auf den bewirtschafteten Abschnitten und freie Flächen an den Rändern. Geht man am Ufer nach Nordwesten, tritt man in den Kiefern- und Zedernschatten des Parks von Miločer, angelegt um die königliche Sommervilla der 1930er-Jahre, dahinter der Strand der Königin in seiner eigenen kleinen Bucht. In die andere Richtung führt die Küstenstraße nach Rijeka Reževići und Petrovac. Budva ist eine kurze Fahrt entfernt und liefert Märkte, Boote zur Insel Sveti Nikola und Lärm bis in die Nacht; Kotors ummauerte Stadt liegt weniger als eine Stunde um die Bucht herum.
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