Bijela liegt direkt an der Adria-Magistrale, was nach Nachteil klingt und sich als nützlich erweist: Die Busse entlang der Boka-Küste halten keine fünfzig Meter von den Häusern entfernt, sodass Herceg Novi, Kotor und die Fähre in Kamenari auch ohne Auto erreichbar sind. Unterhalb der Straße ist das Ufer ruhig — ein Streifen aus Kiesstränden und privaten Badeterrassen, der nach Osten über die Bucht zum bewaldeten Vrmac-Rücken und zum Kanal von Tivat blickt. Morgens Sonne auf dem Wasser, nachmittags Schatten vom Hang im Rücken und ein Meer, das den größten Teil des Sommers glatt bleibt.
Die Entfernungen sind hier kurz und lohnen es, sie zu kennen. Herceg Novi und seine Treppenaltstadt liegen rund zehn Kilometer westlich; die Fähre Kamenari–Lepetane vier Kilometer östlich, mit Tivat und seinem Flughafen zehn Minuten hinter der Überfahrt. Um das Ende der Bucht herum liegen Risan mit den römischen Bodenmosaiken des Hypnos, dann Perast mit seinen zwei Inseln, dann Kotor, in etwa siebzehn, zweiundzwanzig und fünfunddreißig Kilometern Entfernung. Dubrovnik ist rund anderthalb Stunden die Küste hinauf über die Grenze, Budva eine halbe Stunde über die Fähre. Bijela selbst liefert, was ein längerer Aufenthalt braucht — Läden, Bäckereien, eine Bank, eine Apotheke, ein Gesundheitszentrum —, und hinter der Küste erhebt sich das Orjen-Massiv für alle, die dort wandern wollen, wo es kühler ist.
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