Verwaltungstechnisch gehört dieses Ufer zu Herceg Novi, und das sagt etwas über seinen Charakter: Es ist die äußere Boka, das weite und luftige Ende der Bucht, nicht das tief eingeschlossene Becken um Kotor. Bijela ist seit Jahrhunderten eine Seefahrtssiedlung — seine Werft zählt zu den ältesten der Adria — und die alten Steinhäuser abseits des Wassers erinnern daran, dass hier lange vor dem Tourismus gearbeitet wurde. Die Uferzone ist gemächlich: eine bescheidene Promenade, festgemachte Fischerboote, eine Handvoll Terrassen und die ständige Präsenz des bewaldeten Vrmac-Rückens auf der anderen Seite.
Die Tage wechseln hier meist zwischen Wasser und Hügeln. Das Schwimmen vom Kies- und Betonufer ist ruhig und flach, und geht man landeinwärts, steigen die Hänge rasch in Oliventerrassen und Macchia an, mit Blick zurück über die ganze äußere Bucht. Der Vrmac-Rücken gegenüber ist von alten Militärwegen durchzogen, für alle, die eine richtige Wanderung wollen, und die Buchten der Halbinsel Luštica — im Sommer weit leichter per Boot als über die Straße zu erreichen — bieten klares Wasser ohne Schirmreihen. Kotor, Perast und Herceg Novi liegen alle innerhalb einer halben Autostunde, sodass ein Vormittag in einer UNESCO-Stadt und ein abendliches Bad bequem in denselben Tag passen.
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