
Trg od pošte ist einer jener kleinen Plätze, aus denen sich der Grundriss von Kotors Altstadt zusammensetzt. Ein Raster gibt es hier nicht und auch keine Hauptstraße: Gassen laufen schräg zwischen dreigeschossigen Steinhäusern und öffnen sich unvermittelt auf Flächen, die kaum größer sind als ein Innenhof. Auf dem Waffenplatz, gleich hinter dem Seetor, stehen der Uhrturm aus dem 17. Jahrhundert und der alte Schandpfahl; den Platz des heiligen Tryphon beherrschen die ungleichen Zwillingstürme der Kathedrale; auf dem Lukasplatz stehen zwei Kirchen nebeneinander.
Der Maßstab ist es, der ein Quartier innerhalb der Mauern lohnend macht, denn alles ist dreißig Sekunden entfernt. Das Schifffahrtsmuseum in einem Barockpalast erklärt, wie eine so kleine Stadt eine Handelsflotte betrieb; die Wehrmauern dahinter klettern den Berg hinauf zur Festung San Giovanni. Abends stellen die Terrassen Tische an die Mauern, und die Stadt dreht ihre langsame Runde durch dieselben paar Gassen. Kotor beherbergt und bewirtet Reisende seit den Venezianern und tut es noch immer mit mehr Leichtigkeit, als seine Größe vermuten ließe.
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!
Sie werden zu unserem Hotelsuche-Partner weitergeleitet, um Preise zu vergleichen