
Stoliv sind eigentlich zwei Dörfer. Das untere liegt am Wasser auf der ruhigeren Westseite der Bucht, eine Reihe von Steinhäusern, Bootsschuppen und Palmen an einer Straße mit sehr wenig Verkehr. Das obere, Gornji Stoliv, liegt mehrere hundert Meter darüber und ist weitgehend verlassen: Ein Steinpfad steigt durch die Kastanienwälder hinauf, die das Wahrzeichen des Dorfes sind, vorbei an dachlosen Häusern und einer alten Kirche, und die Belohnung oben ist ein ungehinderter Blick über die ganze Länge der Bucht.
Diese Kastanienwälder sind der Grund, warum man im Herbst hierherkommt, wenn die Ernte eingebracht und geröstet wird. Im Sommer ist der Reiz schlichter: kaum jemand da, tiefes Wasser vor den Felsen und ein Blick auf die gegenüberliegenden Berge, der sich den ganzen Tag verändert. Die Küstenstraße führt nordwärts über Prčanj nach Kotor, etwa eine Viertelstunde mit dem Auto, und südwärts Richtung Enge von Verige und Tivat. Ein guter Ort, wenn man die Bucht ohne den Fahrplan der Kreuzfahrtschiffe will.
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