
Donja Lastva hat einen grünen Rand bewahrt, den der größte Teil des Ufers von Tivat verloren hat: Johannisbrot- und Olivenbäume zwischen den Häusern, Gärten, die bis ans Wasser reichen, und der bewaldete Hang des Vrmac, der direkt dahinter aufsteigt. Der Johannisbrotbaum – carrubba in jener venezianischen Mundart, die diese Küste geprägt hat – wuchs hier jahrhundertelang als Futter- und Notnahrung, und alte Exemplare beschatten noch heute die Gassen. Die Uferfront des Dorfes ist eine arbeitende, mit Mandraći, vertäuten Fischerbooten und einer steingepflasterten Promenade, die nach Süden Richtung Tivat führt.
Die Gegend belohnt langsames Erkunden. Eine steile Straße und ein älterer Steinpfad führen beide hinauf nach Gornja Lastva, dessen restaurierte Kirche, Oliventerrassen und sommerliches Dorffest über das ganze Feld von Tivat blicken. Auf der anderen Seite der Stadt sind die Salinen von Solila ein geschütztes Feuchtgebiet, in dem Flamingos und Reiher auf dem Zug rasten, flach und leicht zu begehen. Fürs Meer erreicht die Promenade Seljanovo und Porto Montenegro in etwa einer halben Stunde zu Fuß, und Boote vom Kai in Tivat fahren nach Ostrvo cvijeća, Perast und zur Blauen Grotte. Der Flughafen ist ein paar Autominuten entfernt und die Fähre von Lepetane in die äußere Bucht ein Stück weiter nördlich.
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