
Am Hang direkt über dem Damm entsteht jenes eine Foto, das für Montenegro steht. Aus dieser Höhe fügt sich die ganze Komposition zusammen – die befestigte Insel mit ihren Ziegeldächern, die Sandzunge, die sie ans Ufer bindet, dahinter der Bogen der Riviera von Budva – und sie verändert ihren Charakter zwischen Morgendunst und der letzten Lichtstunde vollständig. Das Dorf ringsum ist still, von der Adriamagistrale zurückgesetzt, mit Olivenbäumen zwischen den Häusern und dem Meer wenige Minuten bergab.
Die Geschichte von Sveti Stefan reicht von einer Fischersiedlung der Paštrovići aus dem 15. Jahrhundert, befestigt gegen Korsaren, über das Staatshotel der 1960er- und 70er-Jahre, das Filmstars, Königshäuser und Kosmonauten anzog, bis zum heutigen geschlossenen Resort. Gebadet wird nach wie vor an den öffentlichen Stränden zu beiden Seiten der Landzunge. Nach Nordwesten liegen das schattige Anwesen von Miločer und der kleine Fischerhafen von Pržno an der Küste in Gehweite, beide mit guten Fischterrassen. Budvas Altstadt ist acht Kilometer entfernt, die UNESCO-geschützte Bucht von Kotor weniger als eine Stunde und die Museen von Cetinje etwa vierzig Minuten landeinwärts über die Bergstraße.
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