
Auf tausend Metern Höhe, umringt von Hajla, Golo Brdo und dem Ganića krš, ist Rožaje die östlichste Stadt Montenegros und fühlt sich in jeder Hinsicht weit von der Adria entfernt an. Der Ibar entspringt gleich außerhalb der Stadt und fließt von hier nach Norden; Buchenwald bedeckt die Hänge über dem Tal, und in den Höhenlagen liegt bis weit in den Frühling hinein Schnee. Wer im Zentrum wohnt, findet sich zwischen Moscheen, einer belebten Hauptstraße und dem Alltagsbetrieb einer arbeitenden Bergstadt wieder, nicht eines Ferienorts – ein passender Einstieg in eine Region, deren islamisches Erbe ihre Architektur, ihren Kalender und, am deutlichsten, ihre Küche prägt.
Genau diese Küche ist der Grund, warum viele Montenegriner auf dem Weg zur oder von der Küste hier haltmachen: Lamm und Kalb unter dem Sač gegart, dicke Pasteten, Kajmak, Berghonig und die einheimischen Käsesorten, die am Straßenrand verkauft werden. Über der Stadt bezeugt die Ruine der Festung Turjak jahrhundertelange Grenzbedeutung an einem Knotenpunkt der Balkanrouten, und die Wege hinauf auf die Hajla führen in eines der am wenigsten begangenen Hochgebirge des Landes; im Winter wird an den nahen Hängen Ski gefahren. Drei Straßen erreichen Rožaje – aus Berane und Bijelo Polje, aus Novi Pazar und über den Kula-Pass Richtung Peć –, und genau deshalb war die Stadt immer ein Durchgangsort und nie eine Sackgasse.
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!
Sie werden zu unserem Hotelsuche-Partner weitergeleitet, um Preise zu vergleichen