Innerhalb der Mauern zu wohnen ist etwas anderes, als in ihrer Nähe zu übernachten. Die Häuser hier haben Nummern statt Straßennamen, es gibt keine Autos, und der Klang des Ortes besteht aus Glocken, Schuhen auf poliertem Marmor und der bekannten Katzenpopulation der Stadt. Der Rhythmus folgt den Kreuzfahrtschiffen: Zwischen dem späten Vormittag und dem späten Nachmittag sind die Hauptgassen voll, dann ziehen die Tagesgäste ab und die Altstadt gehört denen, die in ihr schlafen. Die frühen Morgenstunden, vor dem ersten Reisebus, sind die besten des Tages.
Tritt man aus dem Seetor, ist alles Praktische innerhalb von ein paar hundert Metern: der Kai, an dem Boote und Kreuzfahrtschiffe festmachen, der Freiluftmarkt an der Nordmauer, der Busbahnhof und gleich dahinter der Stadtstrand. Der Festkalender ist für einen Ort dieser Größe ungewöhnlich dicht, vom Karneval im Februar mit seinen Maskenumzügen über KotorArt im Juli und August bis zur Nacht von Boka Mitte August, wenn geschmückte Boote die Bucht umrunden und über dem Wasser Feuerwerk aufsteigt.
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