Sieben Minuten zu Fuß sind die gesamte Entfernung zwischen dieser Ecke von Dobrota und den Mauern von Kotor, womit sie an jenem Punkt liegt, an dem das Dorf aufhört, ein eigener Ort zu sein, und einfach zum Stadtrand wird. Der Stadtstrand ist ein paar Dutzend Meter entfernt, die Bushaltestelle und ein Minimarkt sind noch näher, und bis zum Gesundheitszentrum ist es ein kurzer Weg. Diese Kombination ergibt einen ungewöhnlich unstrukturierten Urlaub: vor dem Frühstück schwimmen, zum Kaffee in die Stadt laufen, für die heißeste Zeit des Nachmittags zurückkommen.
Um den Grünmarkt an der Nordmauer der Altstadt lohnt es sich, einen Vormittag zu planen. Was auf den Tischen liegt, wechselt mit der Saison, von Kirschen und dicken Bohnen Anfang Juni bis zu Feigen, Trauben und Granatäpfeln im September, dazu Bergkäse in Öl, Honig, luftgetrockneter Schinken aus Njeguši und Flaschen mit selbst gepresstem Olivenöl und Rakija. Später füllen sich die Plätze hinter den Toren, und weil man hier spät isst, sind die Terrassen rund um den Uhrturm erst deutlich nach neun am belebtesten.
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