
Zweieinhalb Kilometer außerhalb von Kolašin weicht der Ort dem Dorf: eingezäunte Gärten, Heuwiesen, verstreute Häuser mit Holzstapeln unter den Dachvorsprüngen und darüber die Gipfel der Bjelasica und der Sinjajevina. Etwa fünfzig Meter von hier beginnt ein dichter Buchenwald, was in der Praxis bedeutet, dass der Vogelchor am Morgen durchs Fenster kommt — dieser alte Waldgürtel beherbergt eine bemerkenswerte Vogelvielfalt, und im Herbst färbt er den ganzen Hang kupferrot. Wege führen vom Feldweg direkt zwischen die Bäume.
Die Entfernung zum Zentrum ist klein genug für fünf Minuten Fahrt und groß genug, dass man die Ruhe bemerkt, besonders in der Nebensaison, wenn sich Kolašin von Skifahrern leert. Unten im Ort gibt es Markt, Platz, Skiverleih und Bahnhof; talaufwärts liegen die beiden Skigebiete der Bjelasica; und im Nordosten, etwa eine halbe Stunde entfernt, der Nationalpark Biogradska Gora mit seinem Gletschersee und einem Rundweg unter Bäumen, die nie gefällt wurden. Der Sommer hier ist zum Grillen im langen Abendlicht da, zum Beerensammeln am Waldrand und für Raftingtage auf der Tara, die sich im Ort buchen lassen.
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