
Die Mojkovačka-Straße verläuft an der Nordseite von Kolašin, vorbei am Bianca-Resort und seinem Kiefergürtel, in einem Ortsteil, in dem Gärten und Nadelbäume die Häuser noch immer zahlenmäßig übertreffen. Die Sportzone mit ihren Plätzen ist nah, ebenso ein großer Park mit alten immergrünen Bäumen — die Art von Ort, an dem am späten Nachmittag die ganze Stadt spazieren geht. Bis zum Platz und zum Markt ist es von hier ein kurzer Spaziergang, doch die Straße selbst bleibt ruhig, und die Bergluft, die Kolašin seinen alten Ruf als Luftkurort einbrachte, ist bei der Ankunft das Erste, was man bemerkt.
Ausflüge von dieser Seite des Ortes sind unkompliziert. Rafting auf der Tara läuft die warmen Monate hindurch; die Skigebiete der Bjelasica liegen eine kurze Fahrt talaufwärts; und der Nationalpark Biogradska Gora mit seinem Gletschersee und einem der letzten Urwälder Europas ergibt einen bequemen halben Tag. Im Süden folgt die Straße dem Morača-Canyon zum Kloster Morača, 1252 gegründet und noch immer im Besitz einiger der schönsten mittelalterlichen Fresken des Landes. Die Öko-Katuns auf den Hochweiden öffnen im Sommer und servieren Käse, kajmak und Lamm dort, wo sie tatsächlich entstehen — die holprige Piste lohnt sich.
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