
Dieser Küstenabschnitt blickt über die Velika plaža auf das offene Meer und bekommt den ganzen Tagesbogen ab — ab dem späten Vormittag Sonne auf dem Wasser und, weil der Strand nach Südwesten verläuft, einige der schönsten Sonnenuntergänge Montenegros direkt von der Terrasse aus. Der Sand darunter ist flach und fest, ideal für lange Spaziergänge im tiefen Licht, und das Meer fällt so sanft ab, dass das flache Wasser spürbar wärmer bleibt als irgendwo oben in der Bucht von Kotor.
Dies ist das sportliche Ende der Küste von Ulcinj. Der beständige Nachmittagswind, der über die Ebene streicht, hat den Strand zu einem Ziel für Kitesurfer gemacht; den ganzen Sommer über gibt es Schulen und Boardverleih am Sand, dazu Stand-up-Paddling, Beachvolleyball und Ausritte. Legt sich der Wind, isst man am besten etwas weiter südlich an der Bojana — in Restaurants auf Holzpfählen über der Strömung, die gegrillten Wolfsbarsch, Muscheln und Aal aus dem Wasser darunter servieren. Hinter dem Strand ziehen die Salinenlagunen im Frühjahr und Herbst Flamingos an, und landeinwärts führt die Straße zum Šasko-See unterhalb des Rumija-Kamms. Die befestigte Altstadt von Ulcinj, der Hafen und die Mala plaža liegen rund fünfzehn Minuten nördlich — für einen Abend in anderem Tempo.
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