
Einen halben Kilometer hinter der Velika plaža beginnt die flache, halbländliche Seite von Ulcinj: sandige Wege, Gemüsegärten, Olivenreihen und niedrige Häuser, verstreut hinter den Dünen, die Altstadt sechs Kilometer entfernt statt direkt über dem Kopf. Dafür gibt es Platz. Der Strand ist hier so breit, dass sich selbst im August nach fünf Minuten Fußweg ein eigenes Stück Sand findet, und das flache Wasser verzeiht vieles — Kindern ebenso wie allen, die im Nachmittagswind das Kitesurfen lernen.
Ein Geschäft liegt zwei Minuten entfernt, eine Bushaltestelle wenige hundert Meter weiter, von der es ins Zentrum geht, wo Grünmarkt, Festung und die geschützte Bucht der Mala plaža liegen. Ansonsten erkundet man dieses Ende der Küste am besten mit dem Rad: Die Straße hinter dem Strand führt nach Südosten Richtung Bojana und Ada Bojana, vorbei an der weitläufigen Salina von Ulcinj, einer ehemaligen Saline, die heute zu den wichtigsten Vogelgebieten der Adria zählt — mit Flamingos, Pelikanen und Tausenden Watvögeln auf dem Zug. Familiengeführte Restaurants in Gehweite kochen hausgemachte einheimische Gerichte, und die Abende enden auf dieser Seite der Stadt früh und leise.
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