
Pinješ ist die arbeitende Seite von Ulcinjs Ufer — der kleine Hafen gleich hinter dem Stadtstrand, wo Fischerboote und Sportboote festmachen und die Promenade an Werften und Netzlagern vorbeiführt. Vierhundert Meter vom Sand entfernt bleibt der Lärm unten, während das Wasser von fast jeder Terrasse aus zu sehen ist; der Weg hinunter dauert fünf Minuten und führt an Cafés vorbei, die früh für die einlaufenden Mannschaften öffnen.
Zum Schwimmen liegt die Mala plaža am nächsten, die Sandbucht unterhalb der Altstadt, und von der Hafenstraße sind es nur wenige Schritte bergauf zur Festung: Steingassen, ein Museum in einer umgebauten Kirche und Terrassen mit Blick hinunter auf die Boote. Der Fisch stammt hier wirklich von hier — was morgens in Pinješ anlandet, steht abends auf der Karte, meist im Ganzen gegrillt und mit Öl aus den Olivenhainen im Hinterland. Südöstlich des Hafens führt der Kanal von Port Milena die Lagune an traditionellen Pfahlhütten der Fischer vorbei ins Meer, dahinter beginnt die Velika plaža ihren langen Lauf aus flachem Sand. Nach Nordwesten steigt die Straße nach Valdanos an, einer Kiesbucht, die von jahrhundertealten Olivenbäumen umstanden wird.
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