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Der Grund, warum die Menschen seit über hundert Jahren nach Ivanova Korita hinaufkommen, ist die Luft. Auf 1.250 Metern am Südrand des Nationalparks Lovćen liegt das Becken dort, wo kontinentales und mediterranes Klima aufeinandertreffen, und die daraus entstehende Mischung aus Bergluft und Meeresaerosol gilt hier seit langem als eine Art Freiluftkur, besonders für Gäste mit Atemwegsbeschwerden. Der Wald ringsum besteht aus alten Buchen und Kiefern, die Sommertemperaturen liegen deutlich unter denen an der Küste, und die Nächte sind auch im Juli kalt genug für eine Decke.
Die Anlage trägt ihren Namen nach Ivan Crnojević, dem Herrscher des fünfzehnten Jahrhunderts, der Cetinje gründete, und das älteste Gebäude auf dem Gelände ist das Sommerhaus von König Nikola aus dem Jahr 1896. Darum herum liegen Sportplätze, ein Picknickgarten und Wege durch den Park, weshalb Sportmannschaften die Höhenlage hier für die Saisonvorbereitung nutzen. Cetinje liegt fünfzehn Kilometer östlich, sein Kloster und die königlichen Museen sind ein bequemer Nachmittag; das Njegoš-Mausoleum ist noch näher, seine Terrasse blickt auf die Bucht von Kotor hinab. Die Küchen hier oben bleiben traditionell: Pršut und Käse aus Njeguši auf der anderen Seite des Berges, Lamm und Kartoffeln unter der Sač-Glocke und dicke Suppen, wenn das Wetter umschlägt.
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