Zum Inhalt springen
Visa·Mastercard·Amex

Sind die Klöster für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich?

Das ist sehr unterschiedlich. Zum oberen Kloster von Ostrog führt eine steile Straße von 3 km, dazu kommen einige Treppen — für Gehbehinderte also beschwerlich; das untere Kloster ist leichter zu erreichen. Das Kloster Cetinje liegt eben im Stadtzentrum und ist vollständig zugänglich. Morača ist weitgehend flach. Nach Praskvica geht es von der Straße aus zehn Minuten bergauf. Piva lässt sich mit dem Auto anfahren, der Fußweg ist minimal. Rampen oder Aufzüge wurden in keine der historischen Klosterkirchen nachträglich eingebaut.

Wie viel Zeit sollte ich für jedes Kloster einplanen?

Für einen gründlichen Besuch mit Muße für die Atmosphäre: Ostrog braucht 2 bis 3 Stunden, die Fahrt zwischen unterem und oberem Kloster eingerechnet. Für das Kloster Cetinje genügen 45 Minuten bis 1 Stunde. Für Morača sind 1 bis 1,5 Stunden ideal, inklusive einer Pause am Fluss. Piva und Savina verdienen je 1 Stunde, Praskvica 30 bis 45 Minuten. Planen Sie mehr Zeit ein, wenn Sie an einem Gottesdienst teilnehmen oder mit einem Mönch ins Gespräch kommen wollen.

Kein Kloster braucht mehr als einen Vormittag Empfohlene Besuchsdauer in Stunden Ostrog 2 h 3 h Morača 1 h 1,5 h Cetinje 0,75 h 1 h Piva 1 h 1 h Savina 1 h 1 h Praskvica 0,5 h 0,75 h Recherche von montenegro.com, 2026

Kann ich in Klöstern übernachten?

Ja, mehrere Klöster bieten Pilgerunterkünfte an. Am bekanntesten dafür ist Ostrog mit Schlafsälen, die gegen eine Spende zur Verfügung stehen. Auch Morača und andere größere Klöster nehmen mitunter Pilger auf; die Ausstattung ist allerdings schlicht — geteilte Zimmer, einfache Betten, gemeinsame Mahlzeiten. Melden Sie sich nach Möglichkeit vorher an, auch wenn unangekündigte Pilger selten abgewiesen werden. Wer bleibt, erlebt Außergewöhnliches: die Vesper, die durch leere Gänge hallt, und die Frühliturgie, noch bevor die Tagesgäste eintreffen.

Kann man Kinder mit ins Kloster nehmen?

Kinder sind willkommen. Montenegrinische Familien bringen ihre Kinder in jedem Alter ganz selbstverständlich mit, und die Mönche begegnen den jungen Gästen meist herzlich und geduldig. In den Kirchen sollten die Kinder allerdings beaufsichtigt werden, damit es ruhig bleibt; und die steile Straße nach Ostrog oder der lange Weg nach Praskvica wollen bedacht sein. Die Ikonenmalerei und die farbenprächtigen Freskenerzählungen faszinieren ältere Kinder oft.

Wann im Jahr besucht man die Klöster am besten?

Jede Jahreszeit hat ihre Vorzüge. Der Frühling (April bis Mai) bringt Wildblumen und milde Temperaturen. Im Sommer (Juni bis August) sind die Öffnungszeiten am längsten und die Bergklöster am verlässlichsten erreichbar — dafür ist der Andrang am größten, vor allem in Ostrog. Der Herbst (September bis Oktober) schenkt goldenes Licht und wenige Besucher. Die Küstenklöster Savina und Praskvica lassen sich auch im Winter gut besuchen, und die Stille dort stimmt tief nachdenklich. Die Bergklöster Morača und Piva sind im Winter wegen des Schnees mitunter schwerer zu erreichen.

Unterkünfte

Für die Küstenklöster (Savina, Praskvica, Podmaine): Quartier in Herceg Novi für Savina oder in Budva bzw. Sveti Stefan für Praskvica und Podmaine. Mittelklasseunterkünfte kosten 40 bis 80 EUR pro Nacht.

Für das Kloster Cetinje: Cetinje hat wenige, aber charaktervolle Unterkünfte (30 bis 60 EUR pro Nacht). Alternativ nehmen Sie Quartier in Podgorica — 36 km entfernt, größere Hotelauswahl, 40 bis 100 EUR pro Nacht — oder an der Küste und kommen für einen Tagesausflug herüber.

Für Ostrog: Als Tagesausflug von Podgorica (1 Stunde) oder von der Küste (2 Stunden). Pilgerunterkunft im Kloster selbst, gegen Spende. Hotels gibt es in Danilovgrad, 15 km von der Abzweigung zum Kloster entfernt, für 30 bis 50 EUR pro Nacht.

Für Morača: Ein Halt auf der Fahrt von Podgorica nach Kolašin. Wer in der Nähe übernachten möchte, findet in Kolašin Berghotels und Pensionen (35 bis 70 EUR pro Nacht); der Ort ist zugleich ein Ausgangspunkt zum Skifahren und Wandern.

Für Piva: In Plužine gibt es eine Handvoll Pensionen mit Blick auf den See (25 bis 45 EUR pro Nacht). Alternativ bietet sich Žabljak an, 70 km entfernt und das Tor zum Durmitor, wo das Angebot größer ist (30 bis 80 EUR pro Nacht).

Für die komplette Fünf-Tage-Runde: Buchen Sie in Budva oder Herceg Novi (1. Nacht), Cetinje oder Podgorica (2. Nacht), Kolašin (3. Nacht), Žabljak oder Plužine (4. Nacht) und an Ihrem Abreiseort (5. Nacht).

Quellen

  1. Serbisch-Orthodoxe Kirche, Metropolie von Montenegro und dem Küstenland. Offizielle Klosterinformationen und liturgische Kalender. mitropolija.com.
  2. UNESCO-Welterbezentrum. "Natural and Culturo-Historical Region of Kotor." whc.unesco.org/en/list/125.
  3. UNESCO Immaterielles Kulturerbe. "Slava, celebration of family saint patron's day." ich.unesco.org.
  4. Nationale Tourismusorganisation Montenegros. "Religious Heritage." montenegro.travel/en/what-to-do/culture/religious-heritage.
  5. Ćirković, Sima. The Serbs. Wiley-Blackwell, 2004. Kapitel über die mittelalterlichen Klöster Montenegros und die Kirchenarchitektur.
  6. Stevović, Ivan. "Medieval Art in Montenegro: Frescoes of Moraca and the Serbian Tradition." Zograf, Nr. 35, 2011.
  7. Offizielle Website des Klosters Ostrog. manastir-ostrog.com.
  8. Tourismusverband Kotor. "St. Tryphon Cathedral." kotor.travel.
  9. Museum Perast. "Our Lady of the Rocks: History and Collection." muzejperast.me.
  10. Lonely Planet. "Montenegro: Monasteries and Churches." lonelyplanet.com/montenegro.