
Zehn Minuten bergab, und man steht am Meer; fünf Minuten mehr, und man ist durch das Altstadttor — so liegt dieser Winkel von Liman, nah am Zentrum, ohne mittendrin zu sein. Die Gassen hier sind Wohnstraßen, beschattet von Feigen und Weinreben, selbst im August um Mitternacht ruhig, und der Weg hinunter zur Mala plaža führt am Hafen vorbei, wo Fischerboote und kleine Ausflugsboote festmachen.
Die Festungsstadt von Ulcinj ist für viele der eigentliche Grund herzukommen. Ihre Mauern stehen seit mehr als zweitausend Jahren auf der Landzunge, und dahinter finden sich der Balšić-Turm, das Museum im alten Bischofspalast, ein Bau, der Kirche und Moschee zugleich war, sowie ein Platz, auf dem einst einer der Sklavenmärkte der Adria abgehalten wurde — ein schweres Stück Geschichte, das die Stadt nicht verschweigt. Außerhalb der Mauern zerfällt die Küste in zwei Charaktere: felsiges Tiefwasserbaden nördlich an Liman vorbei Richtung Olivenhain von Valdanos und im Süden der lange dunkle Sand der Velika plaža. Das Essen folgt derselben Teilung — gegrillter Fisch und Buzara am Hafen, albanisch geprägtes Gebäck und Süßes in der Stadt. Ende September ist wohl die beste Zeit hier: das Meer noch warm, die Strände wieder halb leer.
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!
Sie werden zu unserem Hotelsuche-Partner weitergeleitet, um Preise zu vergleichen