
Von dieser Ecke Limans aus liegt die befestigte Altstadt wie gerahmt jenseits des Wassers: eine Wand aus Stein auf ihrer Landzunge, die am späten Nachmittag golden wird — einer jener Ausblicke, wegen derer Gäste nach Ulcinj kommen, und hier ist er schlicht das, was vor dem Fenster liegt. Gebadet wird unterhalb an den Felsen und Plattformen von Liman, tief und klar; die Mala plaža mit ihrem Bogen aus dunklem Sand ist ein paar Minuten weiter am Ufer.
Als Standort funktioniert Ulcinj gut, weil der ganze äußerste Süden in bequemer Reichweite liegt. Die Velika plaža und die Salinenlagunen dahinter, voller Flamingos und durchziehender Watvögel, sind eine kurze Fahrt entfernt, Ada Bojana und die Flussrestaurants ein Stück weiter; der vogelreiche Šasko-See liegt landeinwärts unterhalb des Rumija-Kamms. Nach Norden folgen entlang der Küste die kleinen Kiesbuchten von Kruče und Utjeha sowie die geschützte Bucht von Valdanos mit ihrem uralten Olivenhain. Bar und sein Bahnhof sind etwa eine halbe Stunde entfernt, der Flughafen Podgorica gut eine Stunde, was An- und Abreise einfach macht. In der Stadt gehört der Abend der Promenade und den Fischrestaurants rund um den Hafen, wo auf den Tisch kommt, was die Boote am Morgen gebracht haben.
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