
Eingestellt am 15. Juli 2017 · Aktualisiert am 18. August 2026
Eine kurze Fahrt südlich teilt sich die Bojana in zwei Arme und legt sich um Ada Bojana, eine dreieckige Insel aus Sand, Pinien und Schilf und zugleich der eigenwilligste und bekannteste Winkel der Küste von Ulcinj. Ihr Außenufer liegt zum offenen Meer; an den Flussarmen reihen sich Holzhäuser auf Stelzen, viele davon Restaurants, in denen der Fisch mit Netzen gefangen wird, die man von der Terrasse herablässt — Wolfsbarsch, Aal, Meeräsche, gegrillt und mit Polenta und Mangold serviert. Seit den 1970er-Jahren ist die Insel ein FKK-Ziel und in Teilen ist sie es geblieben, auch wenn Strandbars und Restaurants allen offenstehen.
Donji Štoj, der Ort der Unterkunft, ist flach, grün und ruhig: Gärten, Pinien und sandige Wege hinter den mittleren Kilometern der Velika plaža, das Meer zu Fuß oder mit dem Rad schnell erreicht. Der Wind, der sich an dieser Küste nachmittags entlangschiebt, hat den Strand zu einem Zentrum für Kitesurfer gemacht; die Schulen haben den ganzen Sommer über geöffnet. Landeinwärts bilden die Lagunen der alten Saline ein geschütztes Feuchtgebiet, in dem Flamingos und Hunderte weiterer Arten auf dem Zug Rast machen. Die befestigte Altstadt und der Hafen von Ulcinj, etwa fünfzehn Minuten nördlich, liefern Geschichte und Abendpromenade, wenn ein Tag aus Sand und Flussfisch nicht genügt.
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